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Kunst

Kunst

„Kunst ist, was man nicht begreift.“ (Markus Lüpertz)

Dabei gibt es kaum ein Schulfach, in dem es buchstäblich und mit allen Sinnen so viel zu begreifen gibt, wie in Kunst. Neben einer vielfältigen Material-Sammlung steht unseren Schülerinnen und Schülern handwerklich wie digital ein großes mediales Angebot zur Verfügung. Ob in der Fläche, im Raum oder virtuell; ob in Alltagskultur, freien oder angewandten Künsten – der Kreativität sind (fast) keine Grenzen gesetzt!

Neben Materialerfahrungen und stetig wachsendem handwerklich-technischen Können setzen wir auf exemplarische Auseinandersetzungen mit kunsttheoretischen und -geschichtlichen Aspekten mit dem Ziel einer absichtsvollen Ausdrucksfähigkeit mit den Mitteln der bildenden Künste.

Der Name des Faches erhebt den Anspruch, dass dort Kunst gemacht, sich zumindest ernsthaft mit Kunst befasst werde. Das ist ein hoher Anspruch. Am Struensee Gymnasium wollen wir künstlerisches Arbeiten so nah wie möglich an der Kunst und von Kunst aus verstehen lernen. Dazu begleiten wir unsere Schülerinnen und Schüler in Arbeitsprozessen, die dem künstlerischen Arbeiten im schulischen Rahmen so nahe wie möglich kommen. Damit legen wir – mehr noch als auf gute Produkte – einen besonderen Fokus auf gute Arbeitsprozesse. Ein guter künstlerischer Arbeitsprozess erfordert unter anderem viel Ausdauer, die Fähigkeit zu scheitern, zu revidieren, neu anzusetzen, Widersprüche und Ungewissheit auszuhalten, manchmal abstrakte und manchmal sehr konkrete Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, den persönlichen Beziehungen und den Rollenbildern, die das soziale Leben prägen. All diese Fähigkeiten wird Ihr Kind auf seinem Lebensweg gut gebrauchen können – auch, wenn es nicht Künstler*in wird. In künstlerischen Strukturen wahrzunehmen, zu produzieren und zu denken bedeutet – wenn es klappt – Selbst- und Weltverhältnisse neu zu ordnen. Das könnte auch als stark verkürzte Beschreibung von Bildung dienen. In diesem Sinne ist der gute Prozess unser wichtigstes Produkt.

Nichtsdestoweniger kann im Arbeitsergebnis am ehesten etwas von dem sichtbar werden, was die Kunst zur Kunst macht. Zu verstehen, inwieweit dieses gewisse Etwas weder im bloßen Können oder Wissen noch im Material und dessen technischer Bearbeitung steckt, ist ein langfristiges Ziel unseres Kunstunterrichts. Auf dem Weg dahin erarbeiten wir ein Verständnis für Qualitäten des Unbegreiflichen, des Irrationalen, der medialen Eigensinnigkeiten. – Und all das mit so viel Spaß und Begeisterung wie möglich und unter Einsatz etlicher handfester Utensilien. Im breiten Spektrum zwischen unserer kleinen Töpferwerkstatt einerseits und digitalen Arbeitsplätzen am technischen Puls der Zeit andererseits bietet der Kunstunterricht alle Möglichkeiten für ein individualisiertes Lernen mit allen Sinnen.